Location-based Learning – was ist das?

Location-based Learning ist ein Sammelbegriff für Lernformen, Lernszenarien, Dienstleistungen, Services und Software die Lerninhalte in Beziehung zum aktuellen Aufenthaltsort des Lernenden stellen.

Die meisten der vorhandenen Konzepte und Projekte lässt sich mit großer Mehrheit in eine der folgenden drei Kategorien einordnen:

a) GPS-geführte Lernpfade: Ähnlich dem Geocaching werden GPS Geräte zur Orientierung entlang eines Lernpfades eingesetzt. Die Idee der Schnitzeljagd wird hier mit moderner Technik umgesetzt, sodass (nicht nur) Kinder und Jugendliche sich leichter begeistern lassen. Die Pfade gehen oft von Station zu Station, wobei es an jeder Station etwas zu entdecken oder eine Aufgabe zu lösen gilt. GPS-Pfade können in jeder Umgebung, egal ob Wald oder Stadt erstellt werden und lassen sich ganz auf die jeweilige Idee und Zielgruppe zurecht schneiden. Um einen GPS-Pfad zu erstellen, ist es am besten, den Pfad selbst mit einem GPS Gerät abzugehen oder abzufahren und die einzelnen Stationen mit dem Gerät aufzuzeichnen. Zur Not kann ein GPS-Pfad aber auch online, z.B. nur mit einer Google-Karte, erstellt werden.

b) Lokalisierte Informationen und Augmented Reality: Hier wird der aktuelle Aufenthaltsort und ggfs. sogar weitere Informationen wie z.B. die Blickrichtung eines Nutzers ausgewertet um standortbezogene Informationen darzustellen. Je nach Verfügbarkeit und Qualität der Informationen kann mit einer solchen Anwendung schnell eine Lernsituation entstehen in der der Anwender etwas über die Geschichte des Ortes und der Gebäude in seiner Umgebung erfährt. Mit entsprechender redaktioneller Aufbereitung oder einer moderierten Nutzung einer solchen Anwendung lassen sich an bestimmten Orten sehr engagierende Lernszenarios entwickeln.
Mit fortschreitender Entwicklung und zukünftigen Algorithmen zur Objekterkennung, werden Szenarios denkbar, in denen jedes reale Objekt online mit Informationen über dieses Objekt, seine Geschichte, Herstellungsprozess, Besitzer und Anwendungsmöglichkeiten verknüpft ist. Bisherige Beispiele: AR App + Google Glasses. (Links?)

c) Informationen über Bildungsangebote in der Umgebung: Anhand der aktuellen Position des Anwenders werden traditionelle Bildungsangebote, Lernorte und Events in der unmittelbaren Umgebung des Nutzers gefunden und präsentiert. Hier geht es vor allem um das Entdecken und Besuchen von Bildungsangeboten die im Umfeld des Nutzers bereits vorhanden sind. Im Gegensatz zu den ersten beiden Kategorien müssen keine neuen Lernformate oder Lernszenarios entwickelt werden, stattdessen werden bestehende Angebote für mobile Nutzer erschlossen. Es gibt bisher jedoch noch keine Suchmaschine und keine Datenbank, die eine solche ortsabhängige Ermittlung von Bildungsangeboten mit hoher Treffsicherheit, Aktualität und Relevanz zur Verfügung stellt.

Fazit

Eine Vielzahl von Ideen und Formaten gehören im weitesten Sinne zu dem Begriff Location-based Learning. Für uns hat sich gezeigt, dass gerade die neuartigen Lernformate mit GPS-Lernpfaden und lokalisierten Informationen bereits von vielen Projekten und Firmen erforscht und entwickelt werden, während die traditionellen Bildungsangebote bisher noch wenig unternommen haben um sich in einer zunehmend mobilen Zielgruppe präsent zu zeigen und sich so neue Interessenten und mehr Publikumsverkehr zu erschließen.

mp

 

Ein Gedanke zu “Location-based Learning – was ist das?

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